Wie vertikale Bögen das Einziehen von Kabeln beeinflussen

Erfahren Sie, wie sich vertikale Bögen auf die Kabelzugkraft auswirken und warum präzise Berechnungen der Bögen für sicherere und besser vorhersehbare Kabelinstallationen unerlässlich sind.

Bei der Planung eines unterirdischen Kabelzugs sind die wichtigsten Faktoren die Trassenlänge, die Größe des Rohrs, das Kabelgewicht und die Anzahl der Bögen. Beim Einziehen des Kabels in einen Bogen des Rohrs steigt die Kabelzugkraft je nach Situation unterschiedlich stark an, was den Erfolg der Installation erheblich beeinflussen kann.

Sowohl horizontale als auch vertikale Bögen können die Zugkraft schnell erhöhen. Bei horizontalen Bögen spielen die Ausrichtung des Bogens und die Zugrichtung keine Rolle. Bei vertikalen Bögen beeinflussen diese Faktoren jedoch die Berechnung der Zugkraft. Leider ist der jeweilige Typ eines vertikalen Bogens nicht immer eindeutig.

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Vertikale Bögen: In welche Richtung geht es?

Stellen Sie sich eine runde, mit Wasser gefüllte Schüssel vor. Die Außenseite der Schüssel stellt einen vertikalen, nach oben offenen Bogen dar. Das Wasser bleibt in der Schüssel, da die gekrümmte Fläche nach oben ausgerichtet ist. Stellen Sie sich jetzt vor, die Schüssel kopfüber zu kippen. Das Wasser läuft vollständig heraus – Sie haben einen vertikalen, nach unten offenen Bogen. Dies veranschaulicht die Wirkung der Schwerkraft. Ähnliche Kräfte wirken auf ein Kabel, wenn es durch verschiedene Bögen nach oben oder unten gezogen wird. Je nach Ausrichtung drückt die Schwerkraft das Kabel in den Bogen hinein oder zieht es vom Bogen weg.

Je nachdem, ob das Kabel innerhalb des jeweiligen Bogentyps nach oben oder unten gezogen wird, sind völlig unterschiedliche Zugkraftgleichungen erforderlich, um die auf das Kabel wirkenden Kräfte zu berücksichtigen. Deshalb betrachten erfahrene Planer jeden Bogen einzeln, um die Zugkraft möglichst präzise zu berechnen.

 

Ein Diagramm, das die vier Arten von Biegungsrichtungen beim Einziehen von Kabeln durch ein Rohr zeigt. „Vertikale Biegung nach unten", „Einziehen nach oben", „Vertikale Biegung nach oben" und „Einziehen nach unten".

Warum vertikale Bögen bei der Planung von Kabelzügen wichtig sind

Für jede Kabelinstallation gelten empfohlene Grenzwerte für die Zugkraft und den Seitendruck. Das Überschreiten dieser Grenzwerte kann das Risiko von Kabelmantelschäden, Isolationsschäden, Leiterverformungen oder langfristigen Zuverlässigkeitsproblemen erhöhen.

Eine blonde Frau mit Brille steht vor einem großen Fernsehbildschirm und hält eine Präsentation über die Software auf dem Bildschirm.

Die heutige Software zur Planung von Kabelzügen vereinfacht diesen Prozess erheblich, indem sie den gesamten Kabelverlauf modelliert, einschließlich vertikaler Bogentypen, Bogenradien und -winkel, Länge und Zugrichtung. Dadurch lässt sich umfassender nachvollziehen, wie sich die Kräfte während der Installation verändern.

Bessere Planung führt zu besseren Installationen

Die Berücksichtigung vertikaler Bögen macht ein Projekt nicht zwangsläufig komplizierter, sondern die Installation vorhersehbarer.

Wenn Ingenieure verstehen, wie sich unterschiedliche vertikale Bogentypen auf die Zugkraft am Ende des Kabelzugs auswirken, können sie das Installationsrisiko reduzieren, die vom Kabelhersteller vorgegebenen Grenzwerte einhalten und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Kabelzug bereits beim ersten Versuch erfolgreich ist.

Wenn Sie dieses Konzept in der Praxis sehen möchten, sehen Sie sich das folgende Video an. Es veranschaulicht, wie sich vertikale Bögen auf die Kräfte beim Kabelzug auswirken, und erklärt, warum sie bei der Planung unterirdischer Kabelinstallationen eine wichtige Rolle spielen.


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